ADFC als Interessengemeinschaft der Fahrradfahrer

ADFC als Interessengemeinschaft der Fahrradfahrer

Der ADFC setzt sich als Verkehrsclub speziell für die Interessen von Radfahrenden ein. Wir stellen dir in unserem Artikel die Kernbereiche seiner Arbeit, die Vorteile einer Mitgliedschaft und die wichtigsten Aktionen vor.

Was ist der ADFC?

Die Abkürzung ADFC steht für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Er wurde im September 1979 von aktiven Radfahrern und Verkehrswissenschaftlern in Bremen gegründet. Heute hat der Club nach eigenen Angaben bereits über 185.000 Mitglieder. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ist föderal aufgebaut. Es gibt den Bundesverband, Landesverbände und Kreisverbände sowie bundesweit etwa 400 Ortsgruppen. Fahrradfahrer finden die Geschäftsstellen und Infoläden in etwa 60 Städten in Deutschland. Die Bundesgeschäftsstelle ist in Berlin ansässig. Der Zweitsitz befindet sich in Bremen am Gründungsort.

Was macht der ADFC?

Der ADFC bezeichnet sich selbst als „die Fahrradlobby“. Sein Wirken für das Fahrradfahren ist sehr vielfältig. Zu den Kernbereichen der Arbeit gehören:

  • Basis-Informationen zu Strecken, Radwegen und Radtouren in Deutschland und Europa
  • Verbraucherschutz durch Beobachtung und Qualitätskontrolle der Fahrradindustrie
  • Zertifizierung von Unternehmen als fahrradfreundlicher Arbeitgeber
  • Förderung des Fahrradverkehrs und Voranbringen der Verkehrswende

Der ADFC macht auch Nicht-Mitgliedern viele Informationen zugänglich. Darunter fallen etwa eine Übersicht von geprüften und zertifizierten Radfernwegen, die sogenannten ADFC-Qualitätsradrouten. Diese helfen dir, beim Fahren auf neuen Routen keine bösen Überraschungen mehr zu erleben. Auch die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests sind online uneingeschränkt einsehbar. Der Fahrradklimatest ist das Zufriedenheitsbarometer der Radler in Deutschland. Er zeigt auf, wo das Radfahren viel Spaß macht und welche Städte auf Straßen und Wegen noch Nachholbedarf bei der Infrastruktur haben, damit Radfahrende ihre Fahrt auch genießen können.

In seinen Infoläden berät der ADFC rund um das Thema Fahrrad und Verkehr und gibt beispielsweise Tipps für die nächste Tour oder den nächsten Radurlaub. Die regionalen Gruppen starten jedes Jahr individuelle Veranstaltungen und Aktionen, zum Beispiel die Fahrrad-Sternfahrten, die Fahrrad-Flohmärkte oder Kurse rund um das Fahrrad und den Radverkehr.

Gemeinsam zur Verkehrswende

Ein großes Ziel des ADFC ist die Verkehrswende. Seine Forderung lautet, bis spätestens 2025 das Verkehrssystem intelligenter und flexibler zu gestalten, so dass es den Menschen gerechter wird und der Umwelt nicht schadet. Der Radverkehr spielt dabei eine tragende Rolle. So sollen Städte und ländliche Gebiete durch eine an das neue Verkehrssystem angepasste Infrastruktur lebenswerter und der Klimaschutz weiter vorangebracht werden. Hier spielt hauptsächlich der Wunsch nach mehr Radwegen beim Neu- oder Ausbau von Straßen eine bedeutende Rolle, damit Fahrradfahrer sicher darauf fahren können. Der ADFC treibt die Mobilität der Zukunft aktiv voran, indem er unter anderem Einfluss auf die Verkehrspolitik nimmt. Ein aktuelles Thema ist in diesem Zusammenhang das nationale Bauprogramm für eine geschützte Rad-Infrastruktur. Die Interessengemeinschaft fordert vor dem Hintergrund von steigenden tödlichen Unfällen im Radverkehr eine Verbesserung.

Vorteile einer Mitgliedschaft im ADFC

Mitglieder der Organisation profitieren von diversen Vorteilen, die in der folgenden Liste ersichtlich werden:

  • 24 Stunden ADFC-Pannenhilfe
  • ADFC-Magazin „Radwelt“ (erscheint sechsmal im Jahr)
  • Haft- und Rechtsschutzversicherung für Radfahrer (auch für Fußgänger oder Nutzer des ÖPNV mit Rad)
  • ermäßigte Teilnahme an Veranstaltungen (Radtouren oder Seminare)
  • Fahrradcodierung
  • Sicherheitscheck und Verkaufsbörsen
  • Rabatte und Kooperationen (aktuell unter anderem DriveNow, CallaBike oder Entega)

Mit dem Mitgliedsbeitrag unterstützt du darüber hinaus aktiv die Arbeit des ADFC. Je mehr Mitglieder im Verkehrsclub angemeldet sind, desto größer ist sein Gewicht. So wächst die Chance, auch in politischen Entscheidungen gehört zu werden und Einfluss zu nehmen. Möchtest du dich darüber hinaus auch bei dir vor Ort aktiv für den ADFC engagieren, findest du deine regionale Gruppe auf der Webseite des jeweiligen Landesverbandes.

So viel kostet eine ADFC-Mitgliedschaft

Die Beantragung der Mitgliedschaft erfolgt online. Dazu füllst du einfach den ADFC-Mitgliedsantrag auf der Webseite aus und schickst ihn ab. Mitglieder zahlen eine Jahresgebühr. Die Höhe der Mitgliedsgebühr ist abhängig vom Alter. Für Familien und andere Haushalte mit mehreren Personen gibt es eine Familien- oder Haushaltsmitgliedschaft, die deutlich günstiger ist als mehrere Einzelmitgliedschaften.

Übersicht der Mitgliedsbeiträge im ADFC

Einzelperson ab 27 Jahre56 Euro im Jahr
Familien- oder Haushaltsmitgliedschaft68 Euro im Jahr
junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren33 Euro im Jahr
Minderjährige (unter 18 Jahre)16 Euro im Jahr

Stand: August 2019

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