Fahrradbremse einstellen: Tipps für perfekte Bremskraft

Fahrradbremse einstellen: Tipps für perfekte Bremskraft

Auch, wenn manche sie als Ersatz für die Fahrradklingel benutzen: Quietschende Fahrradbremsen sind nervig und ein Sicherheitsrisiko. Darum erklären wir hier die wichtigsten Handgriffe, damit du deine Fahrradbremse einstellen kannst.

Gute Bremskraft ist ein Sicherheitsfaktor

Mit der Fahrradbremse regulierst du deine Geschwindigkeit, indem du abbremst oder dein Rad ganz zum Stillstand bringst. Gerade in brenzligen Situationen ist es daher unerlässlich, dass deine Bremsanlage reibungslos funktioniert. Durch Wettereinflüsse oder ganz einfache Nutzung verschleißt die Bremse jedoch und die Bremswirkung lässt nach. Die Fahrradbremse einstellen sollte deshalb zur regelmäßigen Wartung dazu gehören. Schließlich ist eine gute Bremskraft enorm wichtig für deine Sicherheit.

Beachte bitte, dass sich die Bremsen ohne entsprechendes Werkzeug und richtiges Wissen nur schwer einstellen lassen. Wir bitten dich darum, nur dann an deinen Bremsen selbst zu schrauben, wenn du dir deiner Sache auch wirklich sicher bist. Ansonsten raten wir dazu, sich zunächst in einem Fachgeschäft beraten und gegebenenfalls von einem Fahrradmonteur schulen zu lassen. Denn das Bremssystem ist ein wesentlicher Bestandteil deiner Sicherheit, den du nicht unterschätzen darfst.

Fahrradbremse einstellen, damit es nicht quietscht

Auch wenn ein Profi die Fahrradbremse einstellen sollte, so gibt es doch einige Dinge, die du selbst überprüfen kannst. Dazu gehört vor allem die Funktionstüchtigkeit deiner Bremse. Wenn du dein Rad im Frühjahr aus dem Winterschlaf holst, unterziehe es einer gründlichen Wartung. Schau dir dabei auch die Bremsen genau an. Lässt sich die Handbremse irgendwie schwer betätigen? Musst du auf einer Seite erheblich mehr Kraft ausüben? Ist das Zugseil korrekt gespannt? Auch ein verdächtiges Quietschen beim Bremsen deutet auf eine mangelhafte Bremsscheibe hin.

Die meisten Fahrräder verfügen über eine Felgenbremse. Darum erklären wir dir im Folgenden, woher so eine quietschende Fahrradbremse rühren kann und was du dagegen tun kannst.

Das Prinzip einer Felgenbremse

Die Methodik der Felgenbremse ist so einfach wie genial: Die Bremsklötzer drücken direkt auf die Felge und verlangsamen so die Geschwindigkeit des Laufrads. Diesen Bremsdruck steuerst du selbst durch einen Handhebel am Lenker. Dieser ist wiederum per Seilzug mit der Bremse verbunden. Es gibt verschiedene Formen von Felgenbremsen, zum Beispiel die sogenannten V-Brakes oder Cantilever-Bremsen. Sie alle bestehen jedoch im Wesentlichen aus den gleichen Bauteilen:

  • Bremse
  • Bremsbeläge
  • Felge
  • Bremshebel
  • Bremszug und Zughülle
  • Bremsmodulator

Um herauszufinden, warum deine Fahrradbremse quietscht, überprüfst du die einzelnen Teile auf ihre Funktion. Wie du dabei vorgehst, erklären wir dir jetzt mal genauer.

Felgenbremse überprüfen: Sind Bremsbeläge noch okay?

Der wahrscheinlich häufigste Grund für quietschende Fahrradbremsen sind abgenutzte Bremsbeläge. Damit ist die Gummischicht auf den Bremsklötzen gemeint. Wenn du am Bremshebel ziehst, treten die Bremsbeläge in Kontakt mit der Felge und verlangsamen so deine Fahrt. Dabei schleift sich der Gummi nach und nach ab, bis das darunterliegende Aluminium zum Vorschein kommt. Wenn deine Fahrradbremse quietscht, reibt bereits das Alu auf der Felge. Das kann die Bremswirkung deutlich verringern. Besonders bei nassem Wetter kann die Bremskraft ausfallen, wenn Metall auf Metall reibt. Dann ist es höchste Eisenbahn, die Bremsbeläge auszutauschen, denn so stark abgefahrene Beläge stellen ein enormes Sicherheitsrisiko dar.

Willst du die Bremsbeläge wechseln, löst du einfach ihre Befestigungsschraube, richtest die neuen an der Felge aus und schraubst alles wieder fest. Wichtig ist, dass du danach die Fahrradbremse nachstellen musst. Ziehe dazu an der Handbremse und achte darauf, dass der Seilzug nirgendwo klemmt. Die Bremsbeläge müssen außerdem auf die Felge und nicht auf den Reifen treffen.

Fahrradbremse einstellen: Anleitung für den perfekten Abstand

Auch der Abstand zwischen Bremsbelägen und Felgen muss stimmen. Profis empfehlen dafür drei bis vier Millimeter Distanz, die auf beiden Seiten gleich sein sollte. Im ungebremsten Zustand sollten die Bremsklötze die Felge auf jeden Fall nicht berühren. Dabei kann es helfen, die Klötze nicht parallel zum Rad, sondern leicht schräg zu stellen. Da die Bremsbeläge in dieser Position von oben betrachtet wie ein V aussehen, sprechen Radsportler auch von V-Brakes.

Wenn du den Abstand deiner Fahrrabremse nachstellen oder korrigieren willst, brauchst du den Zugeinsteller. Dieser sitzt bei Direktzugbremsen oder Cantilever-Systemen auf dem Hebel. Willst du deine Seitenzug- oder Rennradbremse einstellen, findest du den Zugeinsteller meist auf der Bremse selbst. Um den Abstand zwischen Bremsbelag und Felge zu vergrößern, drehe ihn im Uhrzeigersinn, zum Verkleinern entgegen gesetzt zum Uhrzeigersinn.

Regelmäßige Wartung der Bremsanlage

Schlussendlich solltest du dein Fahrrad immer ordentlich pflegen. Dreckige Bremsbeläge und Felgen können auch Ursache für quietschende Bremsen sein. Außerdem sorgen Wettereinflüsse und Schmutz dafür, dass die Bremswirkung deiner Fahrradbremse nachlässt. Darum ist regelmäßiges Reinigen und Kontrollieren des Bremssystems extrem wichtig. Wer täglich mit dem Rad unterwegs ist, sollte mindestens einmal im Monat alles gründlich überprüfen.

Wenn du dir zum Beispiel in Bezug auf die Bremsbeläge unsicher bist, tausche sie lieber aus oder lass dich von einem Fachmann beraten. Achte auch darauf, dass du wirklich nur Teile einbaust oder ersetzt, die für deine Bremsanlage und die Bereifung geeignet sind. Frage auch hier lieber einmal mehr im Fachhandel nach, denn es geht schließlich um deine Sicherheit.

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