Der Moselradweg verspricht eine entspannte Radtour durch kleine Weindörfer und atemberaubende Landschaften. Er führt nah am Wasser entlang und macht die Fahrradtour an der Mosel zum Highlight.

Moselradweg: Von Frankreich bis Rheinmündung

Der Moselradweg gehört zu den sieben Radfernwegen in Rheinland-Pfalz und ist im D-Netz eine Teilstrecke der Route Nr. 5 „Saar-Mosel-Main“. Über knapp 250 Kilometer führt der deutsche Moselradweg vom saarländischen Perl bis nach Rheinland-Pfalz durch die wunderschöne und imposante Flusslandschaft des Moseltals. Hier windet sich die Mosel stellenweise noch wie zu Urzeiten, bevor sie in Koblenz als dessen zweitlängster Nebenfluss in den Rhein mündet.

Startpunkt für den Moselradweg ist entweder die Quelle des Flusses in den Vogesen in Frankreich oder die Stadt Perl im deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck. In unserem Artikel widmen wir uns dem deutschen Abschnitt des Moselradwegs, der von Metz verlaufend die deutsch-französische Grenze überquert.

Die teilweise sehr steilen Hänge des Moseltals sind seit Jahrhunderten stark durch den Weinbau geprägt. Viele überregional und sogar weltweit bekannte Weinsorten stammen von hier.

Neben unzählbaren Weingütern ermöglicht der Moselradweg auf seiner Route tiefgehende Einblicke in die mittelalterliche und römische Vergangenheit der Region. Auch Trier, die älteste Stadt Deutschlands, befindet sich an der Reiseroute des Moselradwegs. Der internationale Radwanderweg, der zur Velo-Tour Moselle gehört, ist ebenfalls für Liebhaber alter Gemäuer spannend, denn zahlreiche Burgen säumen seine Strecke.

Entspannt unterwegs auf dem Radweg an der Mosel

Auf dem Moselradweg unterwegs zu sein, ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Genuss. Hier steht nicht nur der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund, indem einzelne Steigungen bezwungen werden müssen. Insgesamt gestaltet sich die Radtour an der Mosel überwiegend entspannt auf asphaltierten Strecken, getrennt vom Autoverkehr.

Die steilen Hänge und imposanten Felsformationen umgeben das Moseltal, sind jedoch kein Teil der Fahrtstrecke. Der Radweg entlang der Mosel verläuft weitestgehend flach und ohne schwierige Anstiege. Der Radweg an der Mosel ist daher bestens geeignet für Freizeitradler ohne E-Bike oder mit Kindern.

Aus welcher Richtung der Moselradweg befahren wird, spielt dabei keine Rolle. Es macht keinen großen Unterschied, ob der Start in Perl erfolgt und das Ziel in Koblenz liegt oder der Radweg in der entgegengesetzten Richtung erkundet wird. Wer in Perl mit der Tour beginnt und flussabwärts radelt, bewegt sich unmerklich durchweg bergab. Von Koblenz aus verläuft der Radweg eher bergauf, allerdings fällt der Höhenunterschied zur entgegengesetzten Route von Perl nach Koblenz gering aus.

Moselradtour während der Weinlese im Herbst

An Gaumenfreuden mangelt es auf dem Moselradweg ebenfalls nicht. Entlang der Route finden sich zahlreiche Restaurants, Gaststätten und Weinstuben, die zum Essen und Trinken einladen. Bei einer Rast einen klassischen Moselwein zu probieren, gehört aber definitiv zum Erlebnis dazu. Zu empfehlen ist ebenso der Viez, ein regionaler Apfelwein.

Eine besonders schöne Jahreszeit für eine Fahrt entlang der Mosel ist der Herbst. Denn dann beginnt sich nicht nur das Laub bunt zu färben. Es ist auch die Zeit der Weinlese, die an der Mosel etwa Ende September beginnt und bis in den November dauern kann.

Lauschpunkte am Moselradweg entdecken

40 Hörstationen laden dazu ein, vom Rad zu steigen und kurze Pausen zum Lauschen einzulegen. Die Stationen auf der Audio-Tour sind beschildert und vermitteln unter dem Stichwort „Lauschpunkte am Mosel-Radweg“ interessantes Wissen zu landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der Region. Eine dazugehörige Lauschtour-App lässt sich kostenlos im Apple Store oder bei Google Play herunterladen.

Moselradweg: Beschilderung, Anreise und Übernachtungen

Die jeweiligen Start- und Endpunkte des Moselradweges sind mit der Deutschen Bahn sehr gut zu erreichen. In Perl befindet sich der Radweg in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. In Koblenz ist der Weg vom Bahnhof zur Mosel ausgeschildert und etwa 2,5 Kilometer lang. Die An- oder Abreise mit dem Zug ist ebenfalls möglich, wenn nicht die komplette deutsche Strecke des Moselradweges abgefahren wird, sondern nur einzelne Etappen. Viele Zwischenziele sind an das Streckennetz der Bahn angeschlossen. So kann eine Fahrradtour an der Mosel flexibel gestaltet werden.

Die Route des Moselradweges ist durchgehend mit dem grün-weißen Mosel-Logo als Wegweiser gut beschildert. Entlang der Mosel finden sich über 130 Bett+Bike-Unterkünfte, die Schlafmöglichkeiten bieten und zusätzlich über Rad-Garagen, Radwanderkarten und Werkstätten mit Werkzeug verfügen. Und das alles gewürzt mit der moseltypisch-zwanglosen Gastfreundschaft.

Zehn Etappen auf dem Moselradweg

Die etwa 250 Kilometer lange Strecke des Moselradweges lässt sich am besten in mehreren Etappen fahren. Die Länge der jeweiligen Teilstrecken ist dabei abhängig vom persönlichen Fitnesslevel frei einteilbar. Möglich sind längere Etappen mit bis zu 80 Kilometern pro Tag oder eine Tour über fünf Tage mit jeweils 50 Kilometer langen Abschnitten.

Allerdings ist der Moselradweg auch für Familien oder weniger erfahrene Radfahrer geeignet. Auf mehreren einzelnen Etappen mit einer durchschnittlichen Streckenlänge von 25 Kilometer kann der Radwanderweg an zehn Tagen ganz entspannt befahren werden. Kurze Etappen bieten zudem den Vorteil, dass ausreichend Zeit bleibt, um die vielen Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu besichtigen.

Entfernungen der einzelnen Etappen auf dem Moselradweg

  1. Perl bis Nittel (27 Kilometer)
  2. Nittel bis Trier (24 Kilometer)
  3. Trier bis Mehring (25 Kilometer)
  4. Mehring bis Piesport (25 Kilometer)
  5. Piesport bis Bernkastel-Kues (19 Kilometer)
  6. Bernkastel-Kues bis Traben-Trarbach (22 Kilometer)
  7. Traben-Trarbach bis Bullay (24 Kilometer)
  8. Bullay bis Cochem (32 Kilometer)
  9. Cochem bis Löf (25 Kilometer)
  10. Löf bis Koblenz (26 Kilometer)

Etappe 1: Perl bis Nittel

Länge: etwa 27 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • breites Tal der Obermosel
  • europäischer Nachbarstaat Luxemburg am anderen Ufer
  • ursprünglicher Mosel-Altarm des Naturschutzgebiets „Pferdemosel“

Auf der ersten Etappe des Moselradweges ab Perl führt die Strecke rechts vom Moselufer auf deutscher Seite entlang. Auf der anderen Uferseite ist der freie Blick auf Luxemburg gegeben, denn die Mosel bildet hier die Landesgrenze zwischen beiden Staaten. Ohne Steigungen geht es durch das breite Tal der Obermosel in Richtung Nittel.

Ein besonders schöner Abschnitt dieser Etappe ist das Naturschutzgebiet „Pferdemosel“ zwischen Besch und Nennig. Ein Mosel-Altarm ist hier für viele seltene Vogelarten ein Rückzugsort zum Leben und Brüten. Landschaftlich wird auf dieser ersten Etappe schnell ersichtlich, was die Region prägt. Weinberge und Winzerorte reihen sich quasi durchweg aneinander. Spätestens im Zielort Nittel besteht die Möglichkeit, die Tagestour mit einem guten Glas Wein zu beenden und dabei die Dolomit- und Kalksteinfelsen dieses urigen Weinortes zu bewundern.

Etappe 2: Nittel bis Trier

Länge: etwa 24 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • Fähre nach Luxemburg
  • Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof
  • Überreste einer römischen Kaiservilla in Konz
  • Römerbauten, UNESCO-Welterbestätten und barocke Parkanlagen in Trier

Auf dem zweiten Abschnitt geht es von Nittel aus in die älteste und für Liebhaber der römischen Kultur interessanteste Stadt Deutschlands nach Trier. Auch auf dieser Etappe des Moselradwegs erwarten dich keine nennenswerten Steigungen. Der Moselradweg zieht sich auf der rechten Moselseite entlang über Wellen und Temmels bis in die Gemeinde Oberbillig. Hier ist ein kurzer Abstecher mit der Fähre ins luxemburgische Wasserbillig möglich. Ansonsten geht es weiter in die Stadt Konz, die ein großartiges Freilichtmuseum und die Überreste einer römischen Kaiservilla zu bieten hat.

Nach weiteren zehn Kilometern ist das Tagesziel der zweiten Etappe erreicht: die Moselmetropole Trier. Dort können die imposante Porta Nigra und viele weitere römische Relikte besichtigt werden. Die Stadt bietet etwas Großstadtflair und in den zahlreichen Restaurants und Bars lässt sich der Tag gemütlich ausklingen.

Porta Nigra in Trier

Etappe 3: Trier bis Mehring

Länge: etwa 25 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • römische Relikte in Trier
  • Stadtteil Pfalzel in Trier, frühere Sommerresidenz der römischen Kaiser
  • barocker Fährenturm in Schweich
  • Villa Rustica in Mehring

In Trier verbindet die Kaiser-Wilhelm-Brücke beide Ufer der Mosel miteinander. Dort wird zum Start der dritten Etappe erstmals mit dem Rad die Mosel überquert. Nach einem Abstecher in den Stadtteil Pfalzel geht es anschließend auf der linken Moselseite weiter bis nach Schweich. Hier steht ein alter barocker Fährenturm. Nach einem erneuten Wechsel zum anderen Ufer ist Mehring das nächste Zwischenziel. Hier wird das Moseltal im Vergleich zur vorherigen Strecke deutlich enger. Im Tagesziel in Mehring befindet sich ein rekonstruiertes römisches Landgut, die Villa Rustica. Dort ist viel über den mondänen Alltag einstiger römischer Siedler zu erfahren.

Etappe 4: Mehring bis Piesport

Länge: etwa 25 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • Moselschleifen zwischen Leiwen und Trittenheim
  • Neumagen-Dhron, der älteste Weinort Deutschlands
  • größte jemals gefundene römische Kelteranlage nördlich der Alpen kurz vor Piesport
  • Weine der „Piesporter Goldtröpfchen“

Von Mehring aus geht es auf der rechten Moselseite weiter entlang am Fluss. Besonders zwischen Leiwen und Trittenheim lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Hier wartet auf Radfahrer eine der schönsten und bekanntesten Moselschleifen. Das nächste Zwischenziel ist Neumagen-Dhron, der älteste Weinort in Deutschland sowie Fundort des Neumagener Weinschiffs.

Eine originalgetreu restaurierte Kelteranlage kurz vor dem Etappenziel Piesport unterstreicht die weinbauliche Bedeutung dieser Region zu Zeiten der Römer. Sie ist die größte bisher entdeckte Anlage ihrer Art nördlich der Alpen. In Piesport laden zahlreiche Winzerstuben dazu ein, das Erreichen des Etappenziels genüsslich ausklingen zu lassen. Unbedingt zu empfehlen sind hier die Weine der Steillage „Piesporter Goldtröpfchen“.

Weinglas und Weinflasche am Moselufer

Etappe 5: Piesport bis Bernkastel-Kues

Länge: etwa 19 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • Felsmassiv des Naturdenkmals „Moselloreley“ in Piesport
  • pittoreske Altstadt mit Fachwerkhäusern
  • Moselweinmuseum sowie die Burg Landshut in Bernkastel-Kues

In Piesport lohnt sich vor der Abfahrt ein Blick auf das beeindruckende Felsmassiv der „Moselloreley“. Weiter geht die Radtour an der Mosel danach durch zahlreiche Weindörfer und Obstwiesen entlang der rechten Uferseite.

Das Ziel der Etappe, Bernkastel-Kues, ist neben Trier ebenfalls ein kultureller Höhepunkt. Wer Fachwerk mag, findet hier eine der schönsten Szenerien in ganz Deutschland. Die mittelalterliche Stadt beherbergt außerdem die Burg Landshut, die über den Dächern thront und besichtigt werden kann. Für Wein-Liebhaber, die etwas mehr in dessen Geschichte eintauchen möchten, ist das Moselweinmuseum einen Abstecher wert.

Etappe 6: Bernkastel-Kues bis Traben-Trarbach

Länge: etwa 22 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • Sonnenuhr von 1620 in Zeltingen-Rachtig
  • Jugendstilstadt Traben-Trarbach
  • Burgruine Grevenburg

Das sechste Teilstück des Moselradweges schlängelt sich am rechtsseitigen Ufer der Mosel entlang. Der erste Ort der Etappe ist Zeltingen-Rachtig. Hier ist am Ortseingang beim Blick in die Weinberge eine Sonnenuhr zu sehen, die 1620 errichtet wurde. Sie hat der Weinlage den Namen „Zeltinger Sonnenuhr“ gegeben. Auf dem weiteren Weg nach Traben-Trarbach führt die Strecke durch die Weinorte Erden, Lösnich, Kindel und Wolf. Der Zielort Traben-Trarbach ist eine berühmte Jugendstilstadt. Sie war zum Beginn des 20. Jahrhunderts herum hinter dem französischen Bordeaux der zweitgrößte Weinumschlagplatz in Europa.

Fachwerkhäuser in Bernkastel Kues

Etappe 7: Traben-Trarbach bis Bullay

Länge: etwa 24 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • geschnitzte Straßenschilder und restaurierte Fachwerkhäuser
  • historische Eisenbahnbrücke in Bullay

Nach dem Start der siebten Etappe in Traben-Trarbach ist Enkirch das nächste Ziel auf dem Moselradweg. In Enkirch ist ein Abstecher in den idyllischen Weinort zu empfehlen, der enge Gassen mit geschnitzten Straßenschildern und mannigfaltige Giebel- und Erkerverzierungen zu bieten hat. Inmitten der mit viel Herzblut restaurieren Fachwerkbauten lässt es sich für einen Moment verweilen. Weiter geht es auf dem Moselradweg nach Burg und Pünderich. Auch hier finden sich aufwendig restaurierte Fachwerkhäuser.

Die nächsten Stationen dieser Etappe sind Briedel und Zell (Mosel). Hier wird der Fluss wieder über eine Brücke überquert und die Radtour auf der linken Moselseite fortgesetzt. Bald darauf ist das Etappenziel Bullay erreicht. Hier kann eine historische Eisenbahnbrücke bewundert werden. Die Stahlkonstruktion über die Mosel war Deutschlands erste Doppelstockbrücke, die auf der unteren Ebene den Straßenverkehr und darüber die Eisenbahn über einen Fluss leitete.

Etappe 8: Bullay bis Cochem

Länge: etwa 32 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • steilster Weinberg Europas in Bremm
  • „Dornröschen der Mosel“ Beilstein
  • Reichsburg aus dem 11. Jahrhundert in Cochem

Von der Doppelstockbrücke in Bullay aus geht es auf der achten Etappe am linken Moselufer weiter in Richtung Cochem. Über die Orte Alf und St. Aldegung erreichen Radfahrer den Weinort Bremm am Fuße des Calmont, einem steil über der Mosel aufragenden Randhöhenzug des Moseltals. Wer Superlative liebt, kann hier den steilsten Weinberg Europas auf dem „Calmont-Klettersteig“ erklimmen. Die Mühe lohnt sich, denn oben wartet die wohl schönste Aussicht über das Moseltal.

Im Anschluss führt die Fahrt weiter durch die urigen Weinorte Ediger-Eller, Nehren und Senhals bis nach Ellenz-Poltersdorf. Am anderen Moselufer befindet sich das Örtchen Beilstein, das mit der Fähre zu erreichen ist. Weil es mit seiner einzigartigen Fachwerkkulisse an die Märchen der Gebrüder Grimm erinnert, wird es auch liebevoll das „Dornröschen der Mosel“ genannt.

Die Weiterfahrt setzt sich am linken Moselufer fort, bis über das Örtchen Ernst das Etappenziel Cochem erreicht wird. Auch hier prägen verwinkelte Gassen, malerische alte Giebelhäuser und architektonische Sehenswürdigkeiten das Stadtbild. Über der Stadt thront imposant die Reichsburg aus dem 11. Jahrhundert, deren Besuch sich definitiv lohnt.

Etappe 9: Cochem bis Löf

Länge: etwa 25 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • Stiftskirche St. Castor mit drei Türmen, auch „Moseldom“ genannt
  • Abstecher zur Burg Eltz
  • Ehrenburg in Brodenbach

Wer noch nicht genug hat von Burgen, wird die vorletzte Etappe des Moselradweges lieben. Am linken Ufer der Mosel geht es über Klotten und Pommern bis nach Treis-Karden. Dort wartet die mit drei Türmen ausgestattete Stiftskirche St. Castor auf einen Besuch. Nicht weit entfernt befindet sich mit der mittelalterlichen Burg Elz eine weitere Sehenswürdigkeit. Sie ist eine der schönsten und am besten erhaltenen Burgen in Deutschland und von der Mosel in 4,5 Kilometern bergauf zu erreichen.

Alternativ kann die Fahrradtour auf dem Moselradweg weiter von Karden über die Brücke nach Treis fortgesetzt werden. In Brodenbach wartet mit der auf einem steilen Felssporn gelegenen Ehrenburg schon das nächste Highlight. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Fußmarsch hinauf zur Burg dauert etwa eine Stunde. Danach ist das Etappenziel nicht mehr weit. Nach einer weiteren Brückenquerung endet die vorletzte Teilstrecke in Löf.

Etappe 10: Löf bis Koblenz

Länge: etwa 26 Kilometer

Sehenswürdigkeiten:

  • mutmaßlich ältestes deutsche Fachwerkgebäude
  • Mündung der Mosel in den Rhein („Deutsches Eck“)
  • Seilbahnfahrt zur Festung Ehrenbreitstein

Das letzte Teilstück auf dem Moselradweg steht an. Das Ziel der Etappe und der gesamten Fahrradtour an der Mosel ist die Großstadt Koblenz. Sie ist die drittgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz und der Ort, an dem die Mosel am „Deutschen Eck“ in den Rhein mündet.

Bevor jedoch das Ziel näher kommt, startet die letzte Tour auf dem Moselradweg in Löf mit einer Fahrt durch die „Terrassenmosel“. Den Namen hat diese Region ihren steilen Hängen zu verdanken. Die lokalen Weinbauer sind deshalb dazu gezwungen, den Wein auf schmalen und durch Mauern gesicherten Terrassen anzubauen. Nach wenigen Kilometern ist Alken erreicht. Dort steht auf einem breiten Bergsporn aus Schiefer die Burg Thurant, die hoch über dem Ort thront.

Der nächste spannende Ort flussabwärts ist Kobern-Gondern mit dem mutmaßlich ältesten deutschen Fachwerkgebäude. Es soll über 700 Jahre alt sein. Auch die folgende Ortschaft Winningen lockt mit Fachwerkhäusern und zählt laut Hörensagen zu den schönsten Dörfern in Deutschland.

Deutsches Eck in Koblenz

In Koblenz endet der Moselradweg

Grundsätzlich ist in jedem Weinort am Moselradweg die Gelegenheit vorhanden, in die vielen Weinstuben oder Gasthöfe einzukehren und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Zum Abschluss der Radtour an der Mosel wartet Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet. Radfahrer, die den Radweg entlang der Mosel bis dahin erfolgreich bewältigt haben, genießen nun das Großstadtflair. Auch der Moselradweg findet hier wie der Fluss sein Ende. Wer die Radtour fortsetzen möchte, kann beispielsweise auf dem Rhein-Radweg weiterfahren.

Koblenz selbst ist ebenfalls auch einen Aufenthalt wert. Sehenswürdigkeiten wie die Festung Ehrenbreitstein, die mit einer Seilbahn zu erreichen ist, sowie unzählige Museen, Kirchen und Schlösser bieten touristische Abwechslung.

Entdecke weitere interessante Radwanderwege in der Region

Wer die Fahrradtour an der Mosel hinter sich hat und mit dem Rad die Region weiter erkunden will, hat die Wahl. In der Nähe des Moselradweges befinden sich, teilweise mit direkter Verbindung, folgende Radwege an:

  • Rhein-Radweg (1.230 Kilometer)
  • Hunsrück-Mosel-Radweg (210 Kilometer)
  • Saar-Radweg (110 Kilometer)
  • Ruwer-Hochwald-Radweg (48 Kilometer)
  • Maare-Mosel-Radweg (58 Kilometer)
  • Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg (207 Kilometer)
  • Radweg Wittlicher Senke (30 Kilometer)

Die VeloRoute SaarLorLux umfasst drei Länder, die auf einer Fahrradtour entdeckt werden können. 480 Kilometer lang ist die Strecke durch das Dreiländereck mit Deutschland, Luxemburg und Frankreich.

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